Selbstpflege
Das Seminar zur Selbstpflege basiert auf dem Konzept der Wittener Werkzeuge und firmiert dort als Self-Care.
Im Seminar beschäftigen wir uns umfassend mit den Aspekten der Selbstpflege, erproben im Selbstversuch Techniken der Entspannung und der Fokussierung.
Das Self-Care Werkzeug Selbstachtung meint sich selbst im Blick zu haben. Auch immer wieder seine eigene Rolle zu reflektieren. Wie sehe ich mich selbst? Darüber nachdenken wie ich geworden bin, wer ich bin. Was hat mich geprägt, wie wurde ich sozialisiert? Was gibt mir Kraft und stärkt mich für den Alltag? Wenn ich mich selbst achte, kann ich dem Alltag mit seinen hohen Anforderungen leichter gerecht werden, ohne darunter zu leiden. Es gibt mir mehr Resilienz, Widerstandskraft um persönliche und berufliche Hürden zu bewältigen. Es bedeutet auch sich selbst annehmen können, wie jede*r ist und sich selbst lieben.
Intuition bezeichnet den unbewussten Wissensschatz, den wir aus der Lebenserfahrung mit uns führen. Jeder wird Situationen kennen, in denen er/sie aus dem Bauch heraus entschieden hat. Auf dieses Bauchgefühl zu hören, bringt uns mit uns selbst in Einklang und führt dazu, mit Entscheidungen gut leben zu können. Wilhelm Schmid nennt die Intuition auch Handlungswissen. Wir handeln „richtig“, unseren Bedürfnissen entsprechend, ohne vorher eine bewusste Entscheidung unter Abwägung von pro und kontra durchgeführt zu haben.
Bei der Selbst-Spürung geht es darum, sich auf sich selbst, auf seine innere Gefühlswelt einzulassen. Auszeiten genießen, bei sich selbst sein und Bedürfnissen spontan nachgeben können. Die Wirkung findet auf den drei Ebenen Körper, Geist und Seele statt. Wenn ich mich selbst spüre, werde ich ganz präsent sein. Von mir geht dann eine heilende Wirkung aus, meine Anwesenheit kann befreiend und hilfreich sein. Um dahin zu gelangen können Entspannungstechniken genutzt werden, Auszeiten mit möglichst wenig Ablenkung. Ein wunderbares Instrument sich selbst zu spüren sind Selbstgespräche. In den inneren Dialog gehen, sich seiner Gefühle und Reaktionen bewusst werden und diese reflektieren.
Die Selbstermutigung ist dann das Werkzeug sich selbst Mut zuzusprechen. Die Besinnung auf die eigenen Stärken und Kraftquellen. Sich Erfolgserlebnisse bewusst machen und daran anknüpfen. Wer an sich selbst und seine Stärken glaubt, wird entsprechend handeln und sich dadurch weiter bestärken im Sinne einer sich-selbst-erfüllenden-Prophezeiung. Um das zu verinnerlichen kann es hilfreich sein, sich ein Mantra zu suchen, im Sinne eines „Ich schaffe das!“.
Sich selbst Gutes tun ist das Ziel der Selbststärkung. Ich suche das, was mir gut tut und Kraft schenkt und grenze mich von dem ab, was mich schädigt. Immer wieder kurz innehalten auch und gerade in der größten Hektik. Für sich selbst Zeitinseln schaffen oder auch den Tag mit einem Geschenk für sich selbst beginnen, all das kann zur Selbststärkung beitragen.